Dieselbe Kooperation, zwei Bildschirme: So prüfst du einen gesponserten Artikel auf Smartphone und Desktop
Ein Vergleich auf Smartphone und Desktop hilft, fehlende Inhalte, schlecht sichtbare Sponsoring-Hinweise und schwer nutzbare Links zu erkennen. Hier erfährst du, wie du dabei vorgehst und die Ergebnisse sinnvoll dokumentierst.

Warum es sich lohnt, die Veröffentlichung auf mehreren Geräten zu prüfen
Ein Artikel kann auf dem Computer korrekt aussehen und auf einem Smartphone Probleme aufweisen: etwa einen verschobenen Hinweis, ein übermäßig großes Bild oder einen schwer antippbaren Link. Die Prüfung in beiden Formaten ermöglicht es, das tatsächliche Leseerlebnis nachzuvollziehen und Unterschiede zu erkennen, die das Verständnis oder die Transparenz der Kooperation beeinträchtigen könnten. Beim Vergleich geht es nicht darum, dass beide Versionen identisch aussehen müssen. Eine responsive Seite kann Inhalte neu anordnen, Bilder verkleinern oder die Navigation ändern. Entscheidend ist, dass die wesentlichen Informationen verfügbar, verständlich und nutzbar bleiben.
- Prüfe die veröffentlichte Seite, nicht nur das freigegebene Dokument oder Layout.
- Kontrolliere die Desktop- und eine mobile Ansicht. Wenn möglich, vergleiche zusätzlich die Browser-Emulation mit einem echten Gerät.
- Notiere die URL und das Prüfdatum. Die Seite kann sich nach der Veröffentlichung ändern.

Was du vergleichen solltest: Inhalte, Bilder, Sponsoring-Hinweis und Links
Vergleiche die Elemente, die beeinflussen, was Leserinnen und Leser verstehen und tun können. Achte nicht auf rein ästhetische Unterschiede, sondern auf Auslassungen, Bedeutungsänderungen und Nutzungshürden. Prüfe bei den Inhalten, ob Überschrift, Einleitung, Abschnitte, Schlussfolgerungen und alle relevanten Informationen in beiden Versionen erscheinen. Achte darauf, dass kein Abschnitt verborgen, abgeschnitten oder nur über eine wenig erkennbare Interaktion zugänglich ist. Kontrolliere auch Bildunterschriften und Texte, die zusätzlichen Kontext bieten. Prüfe bei den Bildern, ob sie geladen werden, eine angemessene Größe behalten und keine wichtigen Informationen verdecken.
- Inhalt: Wird der vollständige Artikel angezeigt und lässt er sich in einer nachvollziehbaren Reihenfolge lesen?
- Hinweis: Wird klar, dass es sich um eine Kooperation oder gesponserte Inhalte handelt? Prüfe die Sichtbarkeit sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Desktop. Gehe nicht davon aus, dass ein Hinweis, der in einer Version sichtbar ist, auch in der anderen zu sehen ist.
- Links: Sind sie als Links erkennbar, aussagekräftig beschriftet und problemlos auswählbar?
- Lesbarkeit: Gibt es überlagerte Elemente, abgeschnittenen Text oder Fenster, die den Zugriff auf Informationen erschweren?

So prüfst du, ob ein Link zum vorgesehenen Ziel führt und nutzbar ist
Klicke auf jeden wichtigen Link in beiden Versionen und prüfe, ob er zum vereinbarten Ziel führt. Verlass dich nicht nur auf die sichtbare URL: Die endgültige Adresse kann eine Weiterleitung enthalten. Kontrolliere, ob das Ziel geladen wird, dem entspricht, was du erwartest, und weder zu einer Fehlerseite noch zu anderen Inhalten führt. Prüfe auch die Nutzbarkeit: Ein Link sollte sich auf einem Touchscreen leicht aktivieren lassen, und seine Beschriftung sollte einen angemessenen Eindruck davon vermitteln, wohin er führt. Öffnet sich ein neuer Tab, achte darauf, dass dieses Verhalten nicht verwirrend ist. Für eine zusätzliche technische Prüfung kannst du das Markup des Links und sein rel-Attribut kontrollieren. Bei Links im Zusammenhang mit Zahlungen oder Sponsoring empfiehlt Google die Verwendung von rel="sponsored"; rel="nofollow" kann ebenfalls angemessen sein. Die Wahl sollte zum jeweiligen Fall und zu den Bedingungen der Kooperation passen.
- Öffne den Link auf dem Smartphone und dem Desktop und notiere jeweils das angezeigte endgültige Ziel.
- Prüfe, ob die Zielseite geladen wird und der Link weder defekt noch von einem anderen Element verdeckt ist.
- Achte auf die Beschriftung und die Nutzbarkeit des Links, nicht nur auf seine technische Funktion.
- Verstehe das Vorhandensein eines bestimmten Attributs nicht als Garantie für Rankings, Traffic oder SEO-Ergebnisse.
Was du tun kannst, wenn ein Unterschied die Transparenz oder das Verständnis beeinträchtigt
Beschreibe das Problem konkret und überprüfbar. Zum Beispiel ist „In der mobilen Ansicht erscheint der Hinweis erst nach mehreren Absätzen“ hilfreicher als „Die mobile Version ist fehlerhaft“. Gib die ungefähre Position, das Gerät oder die Bildschirmgröße, den Browser und gegebenenfalls einen Screenshot an, wenn dieser zusätzlichen Kontext bietet. Priorisiere Probleme, die irreführend sein oder den Zugriff auf wesentliche Informationen verhindern könnten: ein nicht sichtbarer Hinweis, ein fehlender relevanter Abschnitt oder ein nicht nutzbarer Link. Unterscheide diese Punkte von visuellen Vorlieben, etwa dem Abstand zwischen Absätzen. Bitte um die erforderliche Anpassung, um das Problem zu beheben, ohne daraus eine Forderung nach SEO-Ergebnissen zu machen.
- Erkläre, was passiert, in welcher Version und wie sich das Problem reproduzieren lässt.
- Beschreibe die Auswirkungen auf die Lesenden: fehlende Informationen, mangelnde Klarheit oder erschwerte Nutzung.
- Schlage eine konkrete, angemessene Änderung vor und prüfe anschließend, ob sie in beiden Versionen umgesetzt wurde.
- Wenn der Dissens Inhalte, den Hinweis oder vereinbarte Bedingungen betrifft, gleiche ihn mit der redaktionellen Vereinbarung ab, bevor du die Kooperation als abgeschlossen betrachtest.
So dokumentierst du die Prüfung und bittest um Anpassungen
Eine kurze Dokumentation erleichtert es, Probleme mitzuteilen und später zu überprüfen, ob sie behoben wurden. Die Prüfung muss kein umfangreiches Audit sein: Es genügt, die Informationen festzuhalten, mit denen sich die Prüfung wiederholen und der Befund nachvollziehen lässt. Hängt die Seite vom Standort, einer Anmeldung oder anderen Bedingungen ab, notiere auch das, denn die Nutzererfahrung kann variieren. Trenne in deiner Prüfnachricht die beobachteten Fakten von persönlichen Präferenzen. Du kannst Anpassungen an Transparenz, Inhalten oder Nutzbarkeit anfragen, sofern sie der Vereinbarung entsprechen. Mache die Freigabe jedoch nicht von einer bestimmten Position in Suchmaschinen abhängig und stelle die Veröffentlichung auf einem bestimmten Gerät nicht als Beleg für SEO-Leistung dar.
- Notiere URL, Datum, Gerät oder Bildschirmgröße und Browser.
- Sichere Screenshots der Probleme und beschreibe die nötigen Schritte, um sie zu reproduzieren.
- Ordne jede Beobachtung nach ihrer Auswirkung auf Verständnis und Nutzung als blockierend, wichtig oder optionale Verbesserung ein.
- Halte fest, wer die Anpassung vornehmen soll, und prüfe das Ergebnis nach der Veröffentlichung erneut.
Abschließende Checkliste zum Abschluss der Kooperation
Gehe diese Liste auf dem Smartphone und dem Desktop durch, bevor du die Prüfung abschließt. Ziel ist es, zu kontrollieren, ob die Veröffentlichung ein verständliches und transparentes Nutzungserlebnis bietet – nicht vorherzusagen oder zu garantieren, wie Suchmaschinen darauf reagieren. Attribute für Links und die Kennzeichnung bezahlter Inhalte sind entsprechend der Art der Kooperation und der geltenden Richtlinien zu beurteilen.
- Der Artikel wird in beiden Versionen korrekt geladen.
- Die wesentlichen Inhalte erscheinen vollständig und sind in beiden Formaten verständlich.
- Bilder und andere Elemente verdecken keinen Text und erschweren das Lesen nicht.
- Die Kooperation ist klar gekennzeichnet, und der Hinweis ist auch auf dem Smartphone sichtbar.
- Relevante Links lassen sich aktivieren und führen zum vorgesehenen Ziel.
- Die Attribute für bezahlte Links, etwa rel="sponsored" oder rel="nofollow", wurden gegebenenfalls geprüft.
- Probleme wurden dokumentiert und vereinbarte Anpassungen anschließend erneut geprüft.
- Die Freigabe beruht auf der Veröffentlichung und den vereinbarten Bedingungen, nicht auf einem Versprechen von SEO-Ergebnissen.
Häufige Fragen
Muss man verlangen, dass der Artikel auf Smartphone und Desktop identisch aussieht?+
Nein. Das Design kann sich je nach Bildschirmgröße verändern. Prüfe, ob die wesentlichen Inhalte, der Sponsoring-Hinweis und die Links weiterhin vorhanden, verständlich und nutzbar sind.
Wie sollte ein gesponserter Artikel gekennzeichnet werden?+
Die Kooperation sollte für die Lesenden transparent sein. Prüfe, ob der Hinweis klar auf den gesponserten oder kommerziellen Charakter des Inhalts aufmerksam macht und auf der veröffentlichten Seite sichtbar ist – auch auf dem Smartphone. Die konkrete Formulierung kann von der Vereinbarung und den geltenden Regeln abhängen.
Welches Attribut sollte ein Link aus einer bezahlten Kooperation haben?+
Google empfiehlt rel="sponsored", um Links im Zusammenhang mit Werbung oder bezahlten Vereinbarungen zu kennzeichnen. In bestimmten Fällen kann auch rel="nofollow" angemessen sein. Die Wahl hängt von der konkreten Beziehung ab und garantiert keine SEO-Ergebnisse.
Kann die Prüfung der mobilen Seite eine bessere Positionierung garantieren?+
Nein. Die Prüfung hilft, Probleme bei Darstellung, Transparenz und Nutzung zu erkennen, garantiert aber weder Rankings noch Traffic oder andere SEO-Ergebnisse. Die Qualität der Nutzererfahrung auf einem Gerät sollte nicht als Leistungsversprechen dargestellt werden.
Was sollte ich dem Medium schicken, wenn ich ein Problem finde?+
Teile die URL, die betroffene Version, das Datum sowie den verwendeten Browser oder das Gerät mit. Beschreibe das Problem genau und füge, wenn es bei der Lokalisierung hilft, einen Screenshot bei. So lässt sich die Anpassung beurteilen und überprüfen, ohne sie mit einer Forderung nach Suchmaschinenergebnissen zu verwechseln.
Quellen und Referenzen
- Google Search Essentials — Google Search Central
- Spam policies for Google web search — Google Search Central
- Qualify outbound links — Google Search Central